Exposé

Stadtplanung lokal sichtbar machen – Gestaltung partizipativer Inszenierungen im öffentlichen Raum

Kommunikationsmodell

In Kürze

Bürgerbeteiligung ist längst ein fester Bestandteil der Stadtplanung geworden. Die adressierten Menschen für ein Projekt der Stadt(um)gestaltung zu gewinnen, ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines Bauvorhabens. Gestaltung, Um­setzung und Nutzung öffentlicher Räume können nicht getrennt von­einander betrachtet werden. Sie bilden einen sozialen Prozess. Damit einhergehend sollen Bürger für „ihren“ öffentlichen Raum Verantwortung übernehmen. (vgl. Dangschat 2010: 31) Planungen werden in Form von technischen Zeichnungen und Maßstabsmodellen visualisiert und sind oft nur den am Projekt aktiv Beteiligten bekannt. Adressierte (passive) Bürger vor Ort werden oftmals nicht erreicht. „Die Nutzerpartizipation ist immer auch eine Beteiligung derjenigen, die sich besonders gut durchsetzen und ausdrücken können und Kraft für dieses Engagement haben. Es etabliert sich sozusagen eine neue Partizipationselite, die Schwachen bleiben weiter sprachlos außen vor.“ (Kiefer 2010: 32) Dieses Desginprojekt untersucht, wie Planungen lokal sichtbar gemacht und Menschen in den Partizipationsprozess eingebunden werden können. Das Design bewegt sich in der Schnittmenge zwischen lokaler Inszenierung und digitaler Interaktion.

Schnittmenge Lokal/Digital

Kooperation

Kooperationspartner ist das Forschungsprojekt Reallabor Stadt:quartiere 4.0 der Universität Stuttgart, dem Fraunhofer Institut und weiteren Partnern. Im Rahmen der Kooperation wird die Problemstellung anhand von Stakeholderuntersuchungen, Experteninterviews und Feldrecherche untersucht. Theoretische Betrachtungen und quantitative Daten untermauern die qualitativen Erkenntnisse. Im Rahmen des Reallabors in Stuttgart wird mit Menschen vor Ort eine Nutzungskontextanalyse durchgeführt. Aus den Untersuchungs­ergebnissen werden Handlungsfelder abgeleitet und Designprinzipien formuliert. Für Planungsprojekte des Reallabors werden die Erkenntnisse exemplarisch ausgestaltet und wenn möglich getestet und evaluiert.

Ergebnisse und Ziele

Mögliche Ergebnisse dieses Designprojekts sind Lösungen vor Ort, die Inszenierung und digitale Interaktion miteinander verbinden. Die Arbeit leistet damit einen realen Beitrag zur gelebten Bürgerbeteiligung in Stuttgart und gibt Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte. Sie zeigt neue Wege der frühzeitigen Kommunikation zwischen Stadtplanern und Bürgern auf, mit dem Ziel eine Gesellschaft des Miteinanders anstatt des Gegeneinanders zu gestalten.

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